Kennzahl

Kẹnn|zahl 〈f. 20
1. von der Maßeinheit unabhängige physikalische Größe, die bei physikalisch ähnlichen Vorgängen den gleichen Wert hat
2. = Kennziffer (1)
3. 〈im Selbstwählfernverkehr〉 = Vorwählnummer

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Kẹnn|zahl, die:
1. Kennziffer (1).
2. (Telefonie) Vorwählnummer.
3. (Fachspr.) charakteristischer Zahlenwert, insbesondere charakteristische Verhältniszahl:
die K. der Rentabilität eines Betriebes.

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Kennzahl,
 
1) Betriebswirtschaftslehre: Kennziffer, betriebliche Kennziffer, eine zusammenfassende und leicht überschaubare Zahlenangabe über wichtige betriebliche Tatbestände, die für einen innerbetrieblichen oder zwischenbetrieblichen Vergleich oder einen Soll-Ist-Vergleich zum Zwecke der Kontrolle oder Planung ermittelt wird. Man unterscheidet absolute Kennzahlen, die als Einzelzahlen, Summen oder Differenzen auftreten können (z. B. Gewinn, Umsatz oder Bilanzsumme), und relative Kennzahlen oder Verhältniszahlen, bei denen zwei absolute Kennzahlen zueinander in Beziehung gesetzt werden, z. B. Kennzahlen der Produktivität, Rentabilität, Liquidität oder Umschlagshäufigkeiten. Bei den relativen Kennzahlen, denen die größere Bedeutung zukommt, kann es sich um Gliederungszahlen (Relationen einer Teilmenge zur zugehörigen Gesamtmenge, z. B. Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital), Beziehungszahlen (Relationen zweier statistischen Massen aufgrund eines sachlogischen Zusammenhangs, z. B. Gewinn in Relation zum Umsatz) oder Indexzahlen (Relationen gleichartiger, aber zeitlich verschiedener statistischer Massen zu einer bestimmten, als Basis bezeichneten Masse, z. B. Verhältnis des Eigenkapitals verschiedener Jahre zum Eigenkapital eines bestimmten Basisjahres) handeln.
 
 2) Physik: Kenngröße, eine dimensionslose Größe, die für einen bestimmten physikalischen Vorgang (besonders in der Strömungslehre und in der Thermodynamik sowie bei Wärme- und Stofftransport) charakteristisch ist. Kennzahlen ergeben sich aus der Ähnlichkeitstheorie als Quotienten gewisser dimensionsbehafteter Größen. Bekannte Beispiele für Kennzahlen sind die Mach-Zahl und die Reynolds-Zahl.

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Kẹnn|zahl, die: 1. Kennziffer (1). 2. (Fernspr.) Vorwählnummer. 3. (Fachspr.) charakteristischer Zahlenwert, insbesondere charakteristische Verhältniszahl: betriebliche K. (Betriebswirtschaftslehre; zusammenfassende u. leicht überschaubare Zahlenangabe über wichtige betriebliche Tatbestände, die für einen innerbetrieblichen od. zwischenbetrieblichen Vergleich od. einen Soll-Ist-Vergleich zum Zwecke der Kontrolle od. Planung ermittelt wird).

Universal-Lexikon. 2012.

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